Staatliche Grundschule
"Anna Sophia" Kranichfeld

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Geschichte

Über unsere Namenspatronin Wer war eigentliche diese Anna Sophia, deren Namen unsere Schule trägt?
Keiner kennt sie persönlich, denn ihre Lebenszeit ist lange her. Anna Sophia (zuweilen auch Anna Sofie benannt) lebte von 1584 bis 1652 und war eine Prinzessin aus dem anhaltinischen Fürstenhaus, die durch ihre Hochzeit mit Graf Karl Günther I. 1613 in das Fürstenhaus Schwarzburg-Rudolstadt einheiratete. Aber was hat das mit Kranichfeld und dieser Schule zu tun? Einiges! Wie manche andere Stadt zu jener Zeit, unterstand Kranichfeld zwei Herrschaften - ein Teil der Stadt gehörte zum Kurfürstentum Mainz, ein anderer zum Herzogtum Schwarzburg-Rudolstadt (Kranichfeld blieb übrigens bis zum Jahr 1918 geteilt, wenn auch die Herren mehrmals wechselten). Anna Sophie war also Monarchin über einen Teil der Kranichfelder Bürger. Nach Karl Günters Tod 1630 setzte sie Thronfolger Ludwig Günther (Karl Günthers Bruder und Anna Sophias Schwager)als Verwalterin der Kranichfelder Oberherrschaft ein.

Zwei Herrschaften - wie muss man sich das vorstellen? Ging eine Mauer durch Kranichfeld?
Das nun nicht, man konnte durchaus ungehindert in den anderen Teil der Stadt. Es konnte sogar vorkommen, dass die Grenze durch ein Haus ging und man in der einen Ecke eines Zimmers in dem einen Fürstentum stand, in der anderen Ecke aber in dem anderen. Die unterschiedlichen Herrschaften brachten für die Kranichfelder manche Unannehmlichkeiten, denn es waren verschiedene Behörden für sie zuständig, etwa bei der Heirat oder vor Gericht. Und die einen zahlten ihre Steuern hierhin, die anderen dorthin. Am 21. September 1651 verliehen Anna Sophia als Vertreterin der Oberherrschaft (Oberschloss) und dem Grafen Ludwig Friedrich von Mörsberg als Regent der Niederherrschaft Kranichfeld das Stadtrecht. Dieser Schritt sollte dem Wohl der Bürger dienen und den Zusammenhalt trotz zweier Fürsten verbessern, wie es in den von Anna Sophie mit verfassten "Crannichfeldischen Satuten" (1651) deutlich wird.

Hat Anna Sophia das Wohl ihrer Untertanen wirklich interessiert?
Unbedingt. Anna Sophia war eine gebildete Frau, die sich viele Gedanken um das Wohl ihrer Untertanen machte. 1619 war sie Mitbegründerin der Tugendlichen Gesellschaft, das Frauen vorbehaltene Gegenstück der Fruchtbringenden Gesellschaft (beides waren der Literatur und Bildung sowie dem Geist der Aufklärung verpflichtete Adelsvereinigungen). Anna Sophia gründete eine Frauenakademie, dichtete, schrieb ethische Betrachtungen und verfasste eigenhändig Gesetze, darunter einen detaillierten Lehrplan für eine Reformschule. 1638 hatte sie das alte Kranichfelder Schulhaus rechts neben der St.-Michaelis-Kirche errichten lassen. Ihr Engagement einerseits für die Stadt Kranichfeld (dessen Oberschloss sie zeitweise bewohnte), andererseits für die Jugend und die Bildung, sind Grund genug, die Erinnerung an sie wach zu halten - auch durch die Namensgebung unserer Schule.


Aus der Kranichfelder Schulgeschichte
    • 1638 wird auf Veranlassung von Anna Sophia das erste Kranichfelder Schulgebäude 
      links neben der St.-Michaelis-Kirche errichtet.

    • 1740 wird diese alte Schule an gleicher Stelle durch einen größeren Neubau ersetzt.

    • 1835 wird die Kranichfelder Schule von zwei auf drei Klassen erweitert.

    • 1846 wird gegenüber dem heutigen Baumbachhaus ein Schulneubau eingeweiht, 
      weil das alte Schulgebäude der gestiegenen Schülerzahl nicht mehr gewachsen war. 

    • 1850 wird die Kranichfelder Schule auf fünf Klassen erweitert.

    • Die Chronik beziffert im Jahre 1870 das Personal der Kranichfelder Schule mit fünf Lehrern.

    • 1915 wird die "Schul-Ordnung der Bürgerschule Kranichfeld" erlassen; 
      an der Ilm (unterhalb des Kurhauses) wird eine Schul-Badeanstalt errichtet.

    • 1922 hat die Kranichfelder Schule acht Klassen.

    • In den 50er Jahren erhält die Kranichfelder Schule den Namen "Karl Marx" (bis 1990).

    • 1973 wird am heutigen Standort für die Polytechnische Oberschule "Karl Marx", 
      eine zweizügige Schule bis zum 10. Schuljahr, ein neues,
      modernes Schulgebäude mit 20 Klassenräumen und Schulhof eröffnet.
      In Kranichfeld gehen seit mehreren Jahren zunehmend auch Schüler aus umliegenden Orten zur Schule.

    • 1998 nimmt die seit 1997 sanierte und modernisierte Schule ihren vollen Schulbetrieb auf. 
      Während der Bauarbeiten fand der Unterricht teilweise an Ausweichorten statt. 
      In der neuen Schule sind in voneinander abgetrennten Schulteilen 
      die Grundschule "Anna Sophia" (1. bis 4. Schuljahr)
      und die gleichnamige Regelschule untergebracht.

    • 1991 wird aus der ehemaligen Polytechnischen Oberschule "Karl Marx" 
      nach Thüringer Schulrecht eine Grundschule und eine Regelschule gebildet. 
      Schulleiter der Grundschule wird Herr Behr aus Tannroda.

    • 1993 wird der Schulförderverein der Grund- und Regelschule gegründet.

    • 1999 ziehen die beiden Schulen in das modernisierte Schulgebäude ein, 
      das zu diesem Zeitpunkt eine der modernsten Schulen Thüringens ist. 
      Die Schulen erhalten den gemeinsamen Namen Anna Sophia. 
      Die Grundschule besuchen nicht nur Kinder aus Kranichfeld, 
      sondern auch aus Stedten, Barchfeld und Hohenfelden.

    • 2001 wird eine moderne Turnhalle direkt neben der Schule eingeweiht, 
      die dem Schulsport der Grund- und Regelschule 
      und dem Freizeitsport der Stadt Kranichfeld zur Verfügung steht. 
      Die Halle kann auch für ausgewählte Veranstaltungen genutzt werden.

    • Nach Schließung der Grundschule Klettbach im Jahr 2004 besuchen auch Schüler aus Nauendorf, 
      Schellroda und Klettbach die Grundschule "Anna Sophia".

    • Im Februar 2005 geht der Schulleiter Herr Behr in den Ruhestand. 
      Ab September 2005 tritt Herr Pester seine Nachfolge an.

    • 2006 löst sich der Schulförderverein der Grund- und Regelschule auf 
      und die Grundschule gründet den Förderverein "Pfiffig leben und lernen e. V."

    • 2007 erhält die Grundschule durch Unterstützung des Förderverein 
      einen neuen Computerraum mit Internetanschluss.

    • Im Sommer 2009 wird der Schulhof der Grundschule neu gestaltet. 
      Die Schüler können nun an verschiedenen Klettergerüsten turnen, im neuen Sandkasten Burgen bauen 
      oder auf ein Fußballtor schießen

Quelle: Renate und Otto Hahn - "350 Jahre Stadt Kranichfeld", Kranichfeld 2001

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